Frederik Gravenberg, der jüngere von Werners zwei Söhnen, hat es vor zehn Jahren vorgezogen, mit Familiengeldern sein eigenes Business in Südafrika zu gründen. Er hat wie sein Bruder Philipp Betriebswirtschaft studiert, aber ohne größeren Ehrgeiz. Neidisch war Frederik keineswegs gewesen, als Philipp, der Tradition entsprechend, als Erstgeborener seinerzeit die Leitung der Porzellanfabrik übernahm.
Frederik zieht das ungebundene, freizügige Leben samt der dazugehörigen Liebesaffären vor. Wirklich verliebt war er hingegen noch nie. Frederik wirft seinem Vater Werner und seiner Schwägerin Annabelle vor, für den Tod Philipps verantwortlich zu sein und behauptet, die beiden hätten ihn durch übersteigerte Anforderungen regelrecht in den Tod getrieben.
Privat ist Frederik witzig, charmant und sehr umgänglich – im Business dagegen knallhart und völlig unsentimental. Durch die von Werner erzwungene Rückkehr in den Familienbetrieb wird Frederiks Ehrgeiz geweckt.
Nach seiner Zeit als Geschäftsführer der Manufaktur packt ihn allerdings erneut das Fernweh, und Frederik bricht einmal mehr seine Zelte in Falkental ab. Von Südafrika hat es ihn mittlerweile nach Neuseeland verschlagen, wo er sich ganz dem Weinanbau widmet.
Anlässlich des Mordprozesses gegen Annabelle erscheint er zum großen Erstaunen aller Beteiligten plötzlich im Gerichtssaal in Falkental, um gegen sie auszusagen. Annabelle erkennt sofort, dass das Auftauchen von Frederik Gravenberg für sie nichts Gutes zu bedeuten hat. Als Frederik ihr eine Kampfansage macht, fordert Annabelle ihren Verteidiger vehement auf, eine Zeugenaussage von Frederik mit allen Mitteln zu verhindern. Sophie ist fasziniert, als Frederik ihr seinen Plan eröffnet.